Bruder Jordan Mai wurde zunächst auf dem Ostenfriedhof neben dem Kloster unter großer Beteiligung der Gläubigen beigesetzt. Es ging die Kunde, ein heiliger Bruder sei in Dortmund gestorben. Mit Blumen und Kerzen kamen die Menschen zu seinem Grab, nahmen Erde nach Hause mit, so dass die Brüder die Grabstätte mit einem Gitter umgeben mussten. Briefe gingen im Kloster ein, die für Bruder Jordans Fürbitte dankten.

Der Erzbischof von Paderborn, Caspar Klein, ließ die Gebeine zehn Jahre nach dem Tode erheben und konservieren. 1950 wurden sie in die Kloster- und Pfarrkirche übertragen.

Grab Bruder Jordans in der Franziskanerkirche Dortmund

Zahlreiche Gebetserhörungen sind in acht Jahrzehnten dem Bruder-Jordan-Werk mitgeteilt worden. In den Jahren der volkskirchlichen Erneuerung nach dem 2. Weltkrieg kamen Tausende zu den Gottesdiensten an den Gedenktagen im Februar und September und zu den monatlichen Gebetstagen. Lebensalter und moderne Zeiten haben die Reihen der Verehrerinnen und Verehrer gelichtet, aber dankbare Briefe und die Gottesdienste sind noch immer lebendige Dokumente seiner Verehrung.

Alten- und Pflegeheime sowie andere karitative Einrichtungen, Werkstätten und Schulen in Deutschland wie in Brasilien, Japan, Vietnam und nun auch in Kenia tragen seinen Namen. Manche dieser Einrichtungen werden von den Verehrerinnen und Verehrern Bruder Jordans unterstützt.

Bildliche Darstellungen unseres Bruders findet man in den Häusern aller Verehrer. Das Chorgestühl des Paderborner Domes ist mit Bildwerken der im Erzbistum verehrten Frauen und Männer geziert: Bescheiden, wie er war, als letzter in ihrer Reihe, hält Bruder Jordan Wache bei Tag und Nacht. Manche Ordenschristen haben seinen Namen gewählt.

 

Der Weg zur Seligsprechung

Wünschen die Menschen ein deutliches, kirchliches Zeichen dafür, dass ein Menschenleben in Gott zur letzten Reife, zur Heiligkeit gelangt ist, so bittet die Ordensleitung den Ortsbischof und durch ihn den Heiligen Vater um ein Urteil über Leben und Werk dieses verehrten Menschen.

1937 hat der Erzbischof von Paderborn den bischöflichen Informativprozess abgeschlossen, dem 1965 der Apostolische Prozess folgte. 1987 wurde der Römischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen die Zusammenfassung aller Daten und Erkenntnisse übergeben. 1991 bestätigte Papst Johannes Paul II. durch ein Dekret das tugendhafte Leben des Bruder Jordan Mai und nannte ihn mit dem offiziellen Titel einen Venerabilis Servus Dei, einen Verehrungswürdigen Diener Gottes.

Eine Seligsprechung wäre ein markantes Signal in die Irritationen unserer modernen Welt hinein. Für eine solche Proklamation bedarf es eines besonderen Zeichens, das von der Kirche als Wunder anerkannt werden kann.

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